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Neues aus der Bibliothek des EHB! 

Diese Publikation findet ihr nun auch in der Bibliothek:
Die Plaggenwirtschaft war eine über 1000 Jahre praktizierte Form der Landwirtschaft, die den gesamten nordwestdeutschen Raum in einzigartiger Weise geprägt hat. Zeugnisse dieser Landnutzung wie fruchtbare Böden, Eschkanten und ausgedehnte Heidegebiete, lassen sich bis heute in der Landschaft finden. Neben der landwirtschaftlichen Entwicklung, Bodennutzung und typischen Landschaftsformen beeinflusste sie auch ganz wesentlich das Fühlen, Denken, Handeln und Zusammenleben der Menschen dieser Zeit. Aber wer weiß heute noch etwas darüber? Das Buch gibt hierauf spannende und interessante Antworten. Vorgelegt wird eine erste allgemein verständliche Übersicht zu allen Aspekten der Plaggenwirtschaft in Nordwestdeutschland. Angesprochen werden nicht nur Landwirte, Bodenkundler, Geographen und Archäologen, sondern vor allem auch Leser, die Interesse an der bäuerlich geprägten Vergangenheit der Menschen und deren sozio-kulturelle Prägung in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Teilen Mecklenburgs haben. (Verlagsinformation)
Erstmals wird die Geschichte der niedersächsischen Archive und Archivare in und nach der Zeit des Nationalsozialismus umfassend untersucht.
Wie sich die Diktatur des NS-Staates, die NS-Rassenideologie, die Gleichschaltung von Politik und Gesellschaft sowie der Zweite Weltkrieg auf Archive und ihr Personal in Niedersachsen auswirkten, war bislang nur in Ansätzen erkennbar. Um eine Auseinandersetzung mit dem Forschungsgegenstand anzuregen, veranstalteten das Niedersächsische Landesarchiv, die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen und der Verband der Archivarinnen und Archivare in Niedersachsen und Bremen 2023 eine Tagung, deren Beiträge dieser Band versammelt.
Darin untersuchen Archivar:innen und Historiker:innen die Entwicklungen in den bis 1946 selbstständigen Ländern Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe, in der preußischen Provinz Hannover und in Bremen. Um Kontinuitäten und Brüche im staatlichen, kommunalen und kirchlichen Archivwesen wahrzunehmen, wird auch die Zeit nach dem Nationalsozialismus mit in den Blick genommen. Es wird deutlich, wie sehr die NS-Ideologie die Rolle der Archive und die archivische Praxis veränderte und wie stark die institutionellen und personellen Kontinuitäten im nationalsozialistischen Herrschaftssystem und in der Nachkriegszeit waren. Gleichzeitig eröffnet der Band eine vergleichende Perspektive auf strukturelle Unterschiede und individuelle Handlungsspielräume. (Verlagsinformation)
Die Quellen zur westfälischen Geschichte vor 1800, also in etwa bis zum Ende des Alten Reiches, sind zahlreich und vielfältig. Sie zu nutzen stellt in vielen Fällen eine Herausforderung dar, weil die besonderen Entstehungsumstände meist nicht unmittelbar aus ihnen hervorgehen. Zu den einzelnen Quellengattungen wird zunächst die allgemeine Entwicklung im deutschen Sprachraum aufgezeigt, um dann die westfälischen Besonderheiten hervorzuheben. Auswertungsmöglichkeiten zeigen beispielhaft auf, wie die Quellengattungen für lokal- und regionalhistorische Forschungen zu nutzen sind. Der Band vereint zwanzig Beiträge von sieben Autorinnen und Autoren. Sie sollen den Auftakt bilden zu einer westfälischen Quellenkunde für die Zeit vor 1800.
Die Beiträge beschäftigen sich mit Akten der Reichskreise, den Amtsprotokollen, den Aufzeichnungen zur herrschaftlichen Güterverwaltung (Güter- und Einkünfteverzeichnisse, Urbare, Lagerbücher, Salbücher, Tafelgutverzeichnisse, Heberegister und Heberollen), Briefen, Bürgerbüchern, Frei- und Wechselbriefen bzw. Wechselbüchern, Hexenprozessakten, der Historischen Statistik, Hypothekenbüchern, kaufmännischem Schriftgut, kommunalen Rechnungen, landesrechtlichen Schatzungslisten, Lehnregistern und Lehnbüchern, lokalen Gerichtsprotokollen, der Memorialüberlieferung (Necrologien und Verbrüderungsbücher), Siegeln, Stadtbüchern, Stadtchroniken, den Visitationsakten der Kirchen und den Zunftstatuten. (Verlagsinformation)